Meldekarte Eichenprozessionsspinner — Deutschland 2026

Datenstand:
aktive Meldungen | 308 Meldungen entfernt — 31% behandelt, 19% falsch, 20% nicht mehr sichtbar, 30% sonstiges | Meldungen werden nicht amtlich bearbeitet — Löschung falsch gemeldeter Standorte über die Karte möglich

Standort auf der Karte setzen — Meldung ohne Konto möglich.

Absperrband mit Aufschrift 'Vorsicht Eichenprozessionsspinner' an einem Eichenstamm in Berlin, Juni 2026
Berlin, Juni 2026 — Sperrzone an befallener Eiche

Befall der zuständigen Behörde melden

Diese Karte dokumentiert Befälle. Sie ersetzt nicht die Meldung bei der zuständigen Behörde — je nach Standort des Baums ist das Ordnungsamt, Grünflächenamt, Forstamt oder Straßenbaulastträger zuständig. Nur dort kann eine Nestentfernung veranlasst werden.

Wer ist zuständig?
Öffentliches Grün
Parks, Straßen, Spielplätze, Schulen → Ordnungsamt oder Grünflächenamt der Gemeinde
Wald
Zuständiges Forstamt des jeweiligen Bundeslandes
Privatgrundstück
Eigentümer trägt Verantwortung. Fachfirma mit Schutzausrüstung beauftragen. Ordnungsamt trotzdem informieren — besonders wenn Nachbarn oder öffentliche Wege betroffen sind.
Bundesstraßen & Autobahnen
Zuständiger Landesbetrieb Straßen, z. B. Straßen.NRW, Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, Autobahn GmbH des Bundes
Regionen mit eigenem Online-Meldeportal
Niedersachsen
NRW
Brandenburg
  • Maerker Brandenburg — maerker.brandenburg.de
    Allgemeines Bürgerportal, Kategorie „Tiere / Ungeziefer" — 129 Kommunen angeschlossen
Berlin
Alle anderen Bundesländer

Kein bekanntes Online-Meldeportal. Zuständig: Ordnungsamt der jeweiligen Gemeinde — im Zweifel über die Behördennummer 115 erreichbar.

Ergänzende Modellkarte

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht eine phänologiebasierte Vorhersagekarte für den Eichenprozessionsspinner. Sie zeigt, in welchen Regionen die Flugzeit oder Raupentätigkeit modelliert erwartet wird — basierend auf Temperatursummen und Vegetationsdaten.

Diese Modellkarte ergänzt die Meldungen auf EPSRadar: Während hier echte Bürgermeldungen von konkreten Standorten gesammelt werden, zeigt der DWD die regionale Befallserwartung auf Modellebene. Beide Quellen haben unterschiedliche Aussagekraft.

Modellkarte des DWD aufrufen →

Warum tritt der EPS jetzt häufiger auf?

Der Eichenprozessionsspinner ist kein eingeschleppter Schädling. Er war immer hier. Lange kam er selten vor. Seit den 1990er Jahren tritt er in immer mehr Städten auf — früher im Jahr, weiter nördlich als zuvor.

Wärmere Frühjahre lassen Raupen und Laubaustrieb der Eichen zeitlich zusammenfallen — günstige Bedingungen für die Art. Was sich verändert hat, sind nicht die Tiere.

Behandlung hat Folgen

Alte Eichen sind Lebensraum für viele spezialisierte Arten. Werden befallene Bäume mit Insektiziden behandelt, verlieren viele von ihnen ihren Lebensraum. Artensterben findet nicht nur im Regenwald statt.

Der Klimawandel begünstigt nicht nur die Ausbreitung des EPS — er setzt Eichenwälder insgesamt unter Druck: durch häufigere Trockenperioden, veränderten Schädlingsdruck und verschobene Konkurrenzverhältnisse. Was als Einzelphänomen erscheint, ist Teil eines größeren Musters.