Diese Karte dokumentiert Befälle. Sie ersetzt nicht die Meldung bei der zuständigen Behörde — je nach Standort des Baums ist das Ordnungsamt, Grünflächenamt, Forstamt oder Straßenbaulastträger zuständig. Nur dort kann eine Nestentfernung veranlasst werden.
Kein bekanntes Online-Meldeportal. Zuständig: Ordnungsamt der jeweiligen Gemeinde — im Zweifel über die Behördennummer 115 erreichbar.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht eine phänologiebasierte Vorhersagekarte für den Eichenprozessionsspinner. Sie zeigt, in welchen Regionen die Flugzeit oder Raupentätigkeit modelliert erwartet wird — basierend auf Temperatursummen und Vegetationsdaten.
Diese Modellkarte ergänzt die Meldungen auf EPSRadar: Während hier echte Bürgermeldungen von konkreten Standorten gesammelt werden, zeigt der DWD die regionale Befallserwartung auf Modellebene. Beide Quellen haben unterschiedliche Aussagekraft.
Der Eichenprozessionsspinner ist kein eingeschleppter Schädling. Er war immer hier. Lange kam er selten vor. Seit den 1990er Jahren tritt er in immer mehr Städten auf — früher im Jahr, weiter nördlich als zuvor.
Wärmere Frühjahre lassen Raupen und Laubaustrieb der Eichen zeitlich zusammenfallen — günstige Bedingungen für die Art. Was sich verändert hat, sind nicht die Tiere.
Alte Eichen sind Lebensraum für viele spezialisierte Arten. Werden befallene Bäume mit Insektiziden behandelt, verlieren viele von ihnen ihren Lebensraum. Artensterben findet nicht nur im Regenwald statt.
Der Klimawandel begünstigt nicht nur die Ausbreitung des EPS — er setzt Eichenwälder insgesamt unter Druck: durch häufigere Trockenperioden, veränderten Schädlingsdruck und verschobene Konkurrenzverhältnisse. Was als Einzelphänomen erscheint, ist Teil eines größeren Musters.